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Tarifvertrag lufthansa pilot

Es war ein dramatischer Herbst in der europäischen Luftfahrt. Die massenhafte Streichung von Ryanair-Flügen in ganz Europa wird weithin auf einen zunehmenden Mangel an Piloten bei der Fluggesellschaft zurückgeführt, der durch die schlechten Arbeitsbedingungen bei der Billigfluggesellschaft verärgert ist. Vergangene Woche bot die irische Fluggesellschaft ihren Piloten deutlich verbesserte Löhne und Bedingungen an, um das Problem zu beheben. FRANKFURT (Reuters) – Die Lufthansa (LHAG.DE) und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich auf Vermittlungsgespräche zur Lösung eines Streits über Verträge aus dem Jahr 2012 geeinigt, um die Androhung weiterer Streiks für einige Wochen abzuwenden, wie die beiden Parteien am Freitag mitteilten. Durch den Deal werden die Personalkosten der Lufthansa vor allem durch Kürzungen der Rentenleistungen gesenkt, was die Fluggesellschaft seit Jahren zu erreichen versucht, um mit europäischen Billigkonkurrenten wie Ryanair und easyJet zu konkurrieren. Der Deal ebnet auch den Weg für die Einstellung von bis zu 700 Nachwuchspiloten bei der Lufthansa, ihren Frachtsparten und der Tochter Eurowings, früher bekannt als Germanwings. Ver.di steht vor anderen Problemen als die Piloten. Neben der fehlenden Lohnsolidarität, die die VC-Regelung impliziert, befürchtet die Gewerkschaft auch, dass lufthansa auch für andere Teile ihres Betriebs internationale Lohnvergleiche nutzen könnte und damit mit dem Abbau von Arbeitsplätzen droht. Zudem sieht sich ver.di einem zunehmenden Wettbewerb um Mitglieder in Fluggesellschaften ausgesetzt, weil unabhängige Arbeitnehmerverbände auf dem Spiel stehen. Nach Angaben ihres Generalsekretärs Uwe Hien hat die Unabhängige Vereinigung der Flugbegleiter (UFO) im Zuge des Pilotenstreiks 3.000 neue Mitglieder gewonnen und damit ihre Mitgliederzahl auf 13.000 erhöht. Zudem haben kürzlich rund 520 Handelsvertreter und Check-in-Mitarbeiter gegen ver.di den Verband Der Boden gegründet. Am 8.

Juni 2001 erarbeitete eine Schlichtungskommission, der die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa AG und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) unter Vorsitz des ehemaligen Außenministers Hans-Dietrich Genscher angestellt waren, eine gemeinsame Streitbeilegungsvereinbarung(Schlichtungsvereinbarung), die rund 4.200 Piloten der Lufthansa Passage Airline, Condor, Condor Berlin und Lufthansa Cargo umfasst. Die Vereinbarung, die die Zustimmung der Piloten in einem zweiten Wahlgang erfordert, sollte einen erbitterten achtwöchigen Streit beenden. Dazu gehörten Warnstreiks und – nach einer Streikabstimmung – zwei 24-Stunden-Streiks, die die Lufthansa zwangen, die meisten Ihrer Inlandsflüge zu streichen und den großteils ihrer Frachtdienste vorübergehend auszusetzen. In einem offenen Brief an die anderen Lufthansa-Mitarbeiter bedauerte DIE VC, dass die Aktion der Piloten zu Störungen geführt habe, die andere Lufthansa-Mitarbeiter betrafen, betonte aber auch, dass ihre Lohnforderungen angemessen seien.